Grundlage der Elternarbeit ist zunächst ein Klima des Willkommenseins und eine Grundhaltung, die auf einen wertschätzenden und akzeptierenden Umgang mit den Eltern zielt. Unterschiedlichkeiten in Auffassungen und Grundhaltung werden als Bereicherung verstanden, wenn nicht wesentliche schulische Aufgaben oder das Wohl des Kindes beeinträchtigt oder gefährdet sind.

Die schulrechtlichen Vorgaben der Elternmitarbeit und –mitbestimmung werden unter dieser Prämisse in Absprache mit den Eltern in den jeweiligen Gremien umgesetzt.

Ein wesentlicher Teil der Elternarbeit basiert auf den Erkenntnissen der neueren Elternforschung. Sozial benachteiligte (vielleicht besser beteiligungsbenachteiligte ) Eltern mangelt es sehr häufig an dem Vertrauen, etwas bewirken zu können. Es besteht darüber hinaus, ein wenig ausdifferenziertes Netzwerk an Beziehungen, das für Austausch und Unterstützung (außerhalb von Familie) zur Verfügung steht. Häufige Erfahrungen von „sich ausgeliefert fühlen“, etwas nicht richtig gemacht zu haben“ des nicht verstanden Werdens“ oder „wenig Einfluss nehmen können“, aber auch der Isolation und des Rückzugs erschweren die Elternarbeit an der Schule. Auch die in der Gesellschaft allgemein zu beobachtende Erziehungsunsicherheit ist bei unseren Eltern zu beobachten.

Untersuchungen zeigen darüber hinaus, dass institutionell angebundene Angebote eher angenommen werden als Angebote auf dem freien Markt.

Aus diesen Gründen werden niedrigschwellige Angebote gemacht, unter folgenden Zielsetzungen:

  • positives Erleben von Schule
  • Ermöglichung von Kontakten zu und Austausch mit anderen Eltern (Vernetzung und Kommunikation)
  • Niedrigschwelliges Gesprächsangebot
  • Unterstützung bei Fragen zu Erziehung und Lebensbewältigung

Umsetzung:

1. Rahmenbedingungen:

  • übersichtliche und freundliche Gestaltung des Schulgeländes (insbesondere Wartebereiche, Besprechungsraum)
  • freundlicher Umgangston des gesamten Schulpersonals
  • Unterstützung und Förderung von Initiativen der Eltern, Unterstützung bei der Umsetzung von Anregungen durch die Eltern
  • Achtung der individuellen (kulturellen, religiösen und sozioökonomischen Unterschiede)

2. Konkrete Umsetzungsprojekte

Elterncafe

Elterncafe findet 1x wöchentlich (z.Zt. Donnerstag) von 7.50h – 9.00h statt.

Das Foyer wird zum Cafe, Fr. Starke (SSA) und Fr. Berndt-Schmidt (SL) stehen für Gespräche zur Verfügung. Angebote werden auf Wunsch der Eltern gemacht. Da dieses Angebot nur durch wenige Eltern genutzt wurde, sollen Alternativangebote gemeinsam mit den Eltern überlegt werden.

Elternschule

Hier handelt es sich um ein Angebot für alle Eltern der Klasse 3, mit dem Programm „Bielefelder Elternschule“. Dies ist ein Angebot, dass es den Eltern auf sehr basalem Niveau ermöglicht, sich über Erziehung und Erziehungsfragen auszutauschen. Der Kurs umfasst 8 Doppelstunden und wird durch Fr. Starke (SSA) und eine Kollegein durchgeführt.