Konzeptionelle Ausrichtung der Mittelstufe

Im Anschluss an Stufe 1 (Unterstufe) besuchen die Schüler die Mittelstufe (Stufe 2) in der Regel für drei Jahre, von Klasse 5-7. Die Lern- und Erziehungsinhalte der Stufe orientieren sich weiterhin an den individuellen Voraussetzungen und dem Förderbedarf der Schüler.

Die Strukturen zur Orientierung im Schulalltag werden altersspezifisch modifiziert. Klassenübergreifende Absprachen bestehen bezüglich der Klassen- und Pausenregelung, Arbeitsmaterialien, Stundenplan und Kalendersymbole, Klassendienste, Hausaufgaben  und Vertretungsunterricht.

Da in dieser Stufe noch einmal viele Schüler neu hinzukommen, ist der Unterricht in den Kernfächern nach Mgl. in jahrgangsübergreifenden Differenzierungsgruppe organisiert.

Ein besonderer Schwerpunkt bildet das soziale Lernen und die Förderung von Ich-Stärke und interaktiven Fähigkeiten.

Die Schüler der Mittelstufe stehen vor Beginn der Pubertät. Damit ändern sich insbesondere zum Ende der Stufe hin die Bedürfnisse und Interessen und somit auch die Erfordernisse des Unterrichts sowie der schulischen Aktivitäten.

 

So nehmen die Schüler der Kl. 7 an einigen Mittelstufenprojekten (Unterstufenpause, Weihnachtsbasteln – und feiern, Karneval) nicht mehr teil. Alternativ werden klassenbezogene oder oberstufenbezogenen Projekte angeboten.

Über die Unterrichtsfächer hinaus nehmen die Schüler nach Möglichkeit an Arbeitsgemeinschaften und Projekten mit kreativen, naturwissenschaftlichen, gestalterischen, medialen und sportlichen Schwerpunkten teil (Beispiele sind Theater, Fußball, Rhythmik, Computerführerschein, Spiele, Elektronik).

Gegen Ende der Stufe steht oft auch die Auseinandersetzung mit der Schulform Förderschule und damit die Auseinandersetzung mit der eignen Identität, mit Selbst- und Fremdwahrnehmung im Vordergrund. Die Öffnung nach Außen, d.h. die Durchführung von Projekten außerhalb von Schule und damit positive Erfahrungen der eignen Fähigkeiten und deren Anerkennung von „Außen“ , aber auch der bewusste und sensible Umgang mit Öffentlichkeit ist in dieser Entwicklungsphase von besonderer Bedeutung.