Die Schulstation ist ein Angebot der Hamfeldschule in Kooperation mit der  Stadt Bielefeld (Schulamt, Jugendamt und Gesundheitsamt) und der Diakonie für Bielefeld.

 

Für wen ist das Angebot?

Seit 2009 unterstützen wir mit der Schulstation Kinder und Jugendliche aller Bielefelder Schulen und Schulformen und ihre Familien. Sie befinden sich in psychischen Krisen und fühlen sich den Anforderungen eines Schulalltages nicht (mehr) gewachsen. Dadurch kommt es zu Fehlzeiten oder anderen Problemen in der Schule bzw. zuhause.

Sie gehen nicht zur Schule, bleiben oft sogar im Bett. Sie  klagen über Bauch- oder  Kopfschmerzen, über Übelkeit oder  einfach über Müdigkeit und Antriebslosigkeit. Sie meiden den Kontakt zu MitschülerInnen und sind häufig beim Kinderarzt. Manche haben auch Kontakt zu Kinder- und JugendpsychiaterInnen bzw. TherapeutInnen.

Ältere SchülerInnen verbringen viel Zeit in der virtuellen Welt. Sie wirken traurig, finden ihr Leben sinnlos, wollen (scheinbar) nichts verändern. 

Eltern sind erschöpft und enttäuscht über sich und das Kind.  Sie kommen in Erklärungsnotstand, wissen nicht (mehr) wie sie reagieren sollen. Manchmal hilft nur noch die Krankmeldung.

Zuhause dreht sich alles um den Schulbesuch, der wieder nicht klappt.

Die Erfahrungen zeigen, dass diese Kinder und Jugendlichen häufig nicht nur in dem Bereich Schule Schwierigkeiten haben, sondern sich auch in anderen Lebensbereichen (Familie, Freundschaften, Freizeit,...)  belastet fühlen und deshalb den Schulbesuch nicht (mehr) schaffen. Oft wurde diesen Kindern/ Jugendlichen und ihren Familien bereits eine Reihe an Unterstützungsangeboten gemacht, die jedoch zu keiner nachhaltigen Verbesserung der Situation geführt haben.

Übergreifendes Ziel der Schulstation ist es, die Unterstützungsangebote aus Schule/Beruf, Jugendhilfe und Psychiatrie/Therapie gemeinsam mit den Kindern/Jugendlichen und deren Familien, bestmöglich aufeinander abzustimmen und ein bedarfsgerechtes Angebot zu entwickeln.

 

 

 

Was bieten wir an?

Bild Haus 2017

 

Alle Anfragen werden zunächst im Team der Schulstation aufgenommen. Im anschließenden offenen Beratungsprozess wird nicht nur auf die Angebote der Schulstation fokussiert, sondern es werden alle anderen Angebote unserer Netzwerkpartner aus Jugendhilfe, Psychiatrie/Therapie, sowie Schule und Übergang Schule/Beruf mit einbezogen.


Wie arbeiten wir konkret:

  • Jede Anfrage beginnt mit der Informationssammlung zusammen mit den Beteiligten. So entsteht ein  gemeinsames Verständnis für die Situation und es werden erste realistische Veränderungsideen entwickelt.
  • Überlegungen zu hilfreichen Veränderungen richten sich an das Regelschulsystem, an das Familiensystem  und an die Zusammenarbeit der beteiligten Fachkräfte und deren Angebote.
  • Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern werden von uns dabei persönlich begleitet und unterstützt. Wir vermitteln nicht weiter, sondern wirken aktiv mit, bis neue Schritte bzw. Unterstützungsangebote umgesetzt und wirksam werden.
  • Wir setzen uns ein für eine zeitnahe Rückkopplung mit allen Beteiligten zur Einschätzung der Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen, deren Weiterentwicklung bzw. Anpassung.

 

 

Für wen kann unsere „Lerngruppe auf Zeit“ ein Angebot sein?

  • Für SchülerInnen am Ende ihrer Regelschulzeit, (ohne Abschluss) zur Stabilisierung und Planung möglicher Anschlussmaßnahmen („Starke Seelen“) Mit jeder/m  Einzelnen wird ein individuelles Förderprogramm mit schulischen Lernangeboten, praktischen Tätigkeiten und Bewegungsangeboten entwickelt. Es geht um Tagestruktur, persönliche Ziele, alternative Wege für einen Schulabschluss bzw. darum, geeignete Maßnahmen im Übergang Schule und Beruf zu finden.
    • Für SchülerInnen aller Bielefelder Schulen und Schulformen ab Sek. I,  die aus unterschiedlichen Gründen nicht direkt in eine Klasse/Lerngruppe einer Schule gehen können, die eine „Auszeit“ brauchen und diese Zeit nicht passiv zu Hause verbringen, sondern für kurze Phasen in die Schulstation kommen z.B. 
      • zur Überbrückung der Wartezeit bis zur Aufnahme in die Kinder- und Jugendpsychiatrie
      • zur Wiedereinstiegsunterstützung und Planung nach Entlassung aus der Kinder- und Jugendpsychiatrie
      • bei längeren Krankheitsphasen oder Fehlzeiten nach denen zunächst die Wiederaufnahme einer Tagesstruktur erforderlich ist.

 

Wie komme ich mit der Schulstation in Kontakt?

Eltern, LehrerInnen, SchulsozialarbeiterInnen  sowie Fachkräfte aus der Jugendhilfe,  Psychiatrie und Therapie…  können sich direkt an uns wenden, um nach einer gemeinsamen Problemanalyse erste Veränderungsideen zu entwickeln, die wir bei Bedarf begleiten. 

Die Schulstation befindet sich in der Verbundschule Hamfeld / Kupferhammer  in Schildesche.

 

 

Schulstation
Hamfeldstraße 10
33611 Bielefeld

Telefon:         0521 / 3293345 oder 3293346

Email:            schulstation@hamfeldschule.de 

Homepage:   http://www.hamfeldschule.de/schulstation/schulstation.html

 


Das Team der Schulstation:

Frau Haffert (Dipl.-Sozialarbeiterin)
Frau Kipp (Lehrerin für Sek. I und Sonderpädagogin)
Frau Osten-Vogt (Dipl.-Sozialpädagogin)
Herr Somberg (Lehrer für Sek. II und Sonderpädagoge)

 

Hier finden Sie den Flyer mit Informationen zum Angebot der Schulstation auch zum Ausdrucken.